Als Grundlage für die Herstellung des Gärweines, der Maische, kann jede Art von Obst und stärkehaltigen Produkten wie Kartoffeln verwendet werden. Es kann sowohl der zerkleinerte Fruchtbrei als auch der daraus filtrierte Fruchtsaft allein vergoren werden. Beim unfiltrierten Fruchtbrei ist die Aromaausbeute jedoch deutlich höher.

Behandlung des Obstes

Oftmals wird auch teilweise faules Obst für die Maische und Essigvergärung verwendet. Dies sollten Sie jedoch keinesfalls tun, denn nur aus gutem Obst wird guter Wein, und nur aus gutem Wein ein guter Essig. Daher gilt, dass nur sauberes, reifes Obst für die Herstellung verwendet werden darf. Sie sollten alle Obstsorten so gut wie möglich ausreifen lassen, denn nur dann bildet sich in den Früchten das maximale Aroma.

Die Früchte nach der Ernte gründlich von allen Stängeln, Blättern und faulen Stellen befreien. Das Obst waschen. Danach gut zerkleinern, so breiig wie möglich, damit die ausgegorene Maische möglichst flüssig wird.

Achten Sie aber unbedingt darauf, dass bei Steinobst wie Zwetschge, Aprikose (Marille), Pfirsich, Kirsche, Mirabelle usw. die Steine keinesfalls zerstört werden, sonst geben diese während der Gärung Giftstoffe (Blausäure, Cyanide, Carbamate) ab. Bei Aprikosen (Marillen) die Steine vor der Vergärung entfernen, sonst entwickelt sich kein Fruchtaroma, weil der Bittermandelgeschmack zu dominant ist.

Bei Kernobst wie Äpfeln und Birnen brauchen sie auf die Kerne keine Rücksicht zu nehmen, hier gibt es kein Blausäure- bzw. Cyanid-Problem.